Bundestag beschließt das neue „Gesetz zur Weiterentwicklung des Teilzeitrechts - Einführung einer Brückenteilzeit“

 

 

Die Große Koalition bringt die nächsten Fortschritte für eine Verbesserung der Lebensumstände von Familien und der Gleichberechtigung von Frauen auf den Weg. In den letzten Monaten wurden neben der Einführung des Baukindergeldes auch zwei Gesetzentwürfe von der Regierung vorgelegt, mit denen die Versprechen aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt werden sollen. Mit dem Familienentlastungsgesetz wird unter anderem der Kinderfreibetrag angehoben sowie das Kindergeld erhöht. Zudem soll das sogenannte „Gute-Kita-Gesetz“ weitreichende Qualitätssteigerungen in der Kinderbetreuung mit sich bringen. Zu diesen zahlreichen Verbesserungen kommt nun noch das Gesetz zur Einführung einer Brückenteilzeit hinzu.

Dieses sieht die Einführung eines Anspruches auf zeitliche begrenzte Teilzeit (Brückenteilzeit) vor. So sollen dann Arbeitnehmer*innen, sofern sie bereits mindestens sechs Monate in ihrem Betrieb beschäftigt sind, eigenständig verlangen können, dass ihre vertraglich vereinbarte Arbeitszeit für einen im Voraus zu bestimmenden Zeitraum zu verringern ist. Voraussetzung dafür ist, dass es sich um einen Betrieb mit „in der Regel mehr als 45“ Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern handelt. Dabei ist der Anspruch nicht an das Vorliegen bestimmter Gründe gebunden, wie z.B. Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen.

Damit wird ein starker Beitrag zur Gleichstellung von Frauen geschaffen, die sich sonst oftmals mit dem Problem konfrontiert sehen, zwar in Teilzeit arbeiten zu können, jedoch dann auch unfreiwillig dort verbleiben zu müssen. Diese Verkürzung der Arbeitszeit wirkt sich nicht nur heute negativ auf das monatliche Einkommen aus, sondern bedingt gleichzeitig auch eine geringere Rente. Die Brückenteilzeit erleichtert die schnelle Rückkehr auf eine Vollzeitstelle. Davon profitieren Frauen sowohl beim Lohn als auch bei der Rente. Mit den neuen Regelungen wird zudem endlich ein großer Schritt hin zu der Möglichkeit geschaffen, seine Arbeitszeit selbstbestimmt und an den Bedürfnissen der aktuellen Lebensphase orientiert anpassen zu können.

Der unternehmerische Mittelstand wird dabei aber natürlich nicht allein gelassen. Die neuen Regelungen sichern den Erhalt dringend gebrauchter Fachkräfte. Zudem wurden seine Interessen durch Schutzmaßnahmen berücksichtigt. „Wir dürfen nicht die Unternehmen unerwähnt lassen, die bereits vorbildliche Regelungen zur Arbeit in Teilzeit bzw. Rückkehr in Vollzeit für ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen geschaffen haben“, äußerte sich Frau Dr. Silke Launert, Mitglied des Bundestages und Bezirksvorsitzende der Frauen-Union Oberfranken. „Das neue Gesetz greift dort, wo noch nicht genug Verständnis besteht und gewährleistet somit Planbarkeit und Sicherheit für Männer und Frauen.“

 

 

 

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