Die Bayerische Forschungsstiftung – Erfolgreiche Investitionen in Zukunftstechnologien

 
Bild: vorne v. l: FU-PJG „Netzwerkpflege – Frauenverbände“ Claudia Krüger-Werner, Geschäftsführerin der Bayerischen Forschungsstiftung Dorothea Leonhardt, FU-PJG „Familie & Frauen“ Dr. Silke Launert, MdB, dahinter Ralph Steidl, Geschäftsführer der Portabiles Health Care Technologies GmbH

Mit der Bayerischen Forschungsstiftung steht in Bayern seit einem Vierteljahrhundert ein fest etabliertes und bundesweit einmaliges Förderinstrument zur Verfügung, das Bayerns Position im weltweiten Forschungs- und Technologiewettbewerb fördert und stärkt. Claudia Krüger-Werner, FU PJG-Leiterin „Netzwerkpflege – Frauenverbände“, fasziniert von dem breiten Spektrum, lud Ministerialrätin Dorothea Leonhardt, Geschäftsführerin der Bayerischen Forschungsstiftung, zu einem Fachgespräch ein und erweiterte den Einladungskreis auf weitere FU Projektgruppen sowie die CSU Arbeitsgemeinschaften Hochschule (AKH) und Mittelstands-Union (MU).

Frau Leonhardt referierte höchst anschaulich über erfolgreiche Projekte, das aktuelle Förderprogramm, Stipendien und innovative Projekte der internationalen Zusammenarbeit.

Die grundsätzlichen Förderschwerpunkte stehen für zukunftsträchtige Schlüsseltechnologien wie Informations- und Kommunikationstechnologien, Life Sciences, Mikrosystemtechnik, Materialwissenschaften, Energie- und Umwelt, Mechatronik, Nanotechnologie oder Prozess- und Produktionstechnik. Durch die Auswahl exzellenter Projekte wird das bereits vorhandene Potenzial Bayerns in Innovation, Forschung und technologischer Entwicklung optimal unterstützt. Grundlage dafür ist die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft und der damit verbundene Wissenstransfer. Aus der Kombination von neuesten Forschungsmethoden und anwendungsorientierten Technologien entstehen innovative Lösungen für möglichst ertragreiche Anwendungen.

Als ideale Ergänzung empfanden alle Teilnehmer das Praxisbeispiel: „Vom Förderprojekt zur Firmengründung“ von Co-Referent Herrn Ralph Steidl aus Nürnberg. Als Geschäftsführer der Portabiles HealthCare Technologies GmbH berichtete er von seinem jungen Start-Up Unternehmen, das ein mobiles Sensorsystem zur medizinischen Ganganalyse, gepaart mit einem telemedizinischen Versorgungskonzept für Patienten mit chronischen Bewegungserkrankungen (Parkinson Syndrom, Multiple Sklerose, geriatrische und orthopädische Erkrankungen) entwickelt.

Die anschließend rege Diskussion zeigte das große Interesse aller Teilnehmenden, darunter die Stellvertretenden Landesvorsitzenden des AKH Prof. Dr. Ing. Gerald Wilhelm und der MU Peter Götz. Als sehr positiv wird empfunden, dass unabhängig von der finanziellen Unterstützung bei der Förderung von FuE-Projekten Bayern mit dem Netzwerk, das in der Bayerischen Forschungs- und Innovationsagentur zusammengefasst ist, Hilfestellung bei der Antragstellung für Förderungen auf nationaler und internationaler Ebene, bei der Unternehmensgründung, dem Technologietransfer bis hin zu Patenten und Lizenzen bietet. „Wir sind diesbezüglich bundesweit singulär aufgestellt“ betonte Frau Leonhardt.

Auch Herr Steidl bestätigt, dass Startups und KMU, die die Entwicklung innovativer Produkte im Gesundheitswesen als Zielsetzung haben, in Bayern wirklich sehr gut in der Forschungs- und Entwicklungsphase gefördert werden. Er wünscht sich aber Fördertöpfe für eine medizinische Erprobung in der Versorgung (nach erfolgreicher prototypischen Entwicklung), denn hier gibt es offensichtlich keine. Um eine Erstattung durch die Krankenkassen (z.B. mit Selektivverträgen) erreichen zu können, sei aber der Wirksamkeitsnachweis in der Versorgung sowie eine gesundheitsökonomische Evaluation besonders wichtig. Hierzu wäre die Förderung des modellhaften Einsatzes digitaler Innovationen in der Versorgung – ambulant, stationär und intersektoral – wünschenswert, um den Nutzen neuartiger Produkte und Versorgungsprozesse zu belegen. Seiner Meinung nach könnte damit die heutige Lücke zwischen erfolgreichem Prototypen und dem Einsatz im Gesundheitswesen geschlossen werden und ein Anreiz für Gründer und Unternehmer geschaffen werden, präferiert in Bayern an digitalen Innovationen für das Gesundheitswesen zu arbeiten.

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