Die Frauen-Union macht Politik von Frauen, für Frauen und mit Frauen.

Wir sind mit rund 24.000 Mitgliedern die größte Arbeitsgemeinschaft der CSU. Unsere Mitglieder verteilen sich auf zehn Bezirks-, 105 Kreis- und 564 Ortsverbände, denen jeweils eine Vorsitzende vorsteht. Die Frauen-Union wird nach außen vertreten durch die Landesvorsitzende - seit Juni 2009 durch die Euroaabgeordnete Dr. Angelika Niebler. Unseren Sitz haben wir in der CSU-Landesleitung in München.

Im Gegensatz zu Frauenarbeitsgemeinschaften anderer Parteien, wie etwa der CDU, erfolgt der Eintritt in die Frauen-Union unabhängig vom Eintritt in die CSU.

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Unser Anliegen

Wir vertreten die Anliegen der Frauen in der CSU und auf der Grundlage des Grundsatzprogramms der CSU in der Öffentlichkeit. Wir nehmen zu allen wichtigen Problemen der Zeit Stellung und setzen uns insbesondere für die Belange der Frauen und Familien ein. Wir pflegen enge Kontakte zu anderen Frauenorganisationen und vertreten deren Belange und berechtigte Anliegen.

Für alle Frauen

Wir sprechen bewusst alle Altersgruppen an, denn wir sind überzeugt: Jung und Alt können voneinander profitieren. Wir sprechen Frauen in ihren unterschiedlichsten Biographien an, Frauen die sich ausschließlich der Familie widmen, rauen die Familie und Erwerbstätigkeit vereinbaren wollen und auch Frauen, die sich ausschließlich für Beruf und Karriere entscheiden und genauso wie Frauen, die sich im verdienten Ruhestand befinden.

Frauen in Führungspositionen

Politik, Gesellschaft und Wirtschaft können es sich heute nicht leisten, auf die Erfahrungen von Frauen zu verzichten. Wir betrachten es daher als eine unserer vordringlichsten Aufgaben, Frauen noch stärker als bisher auf zukünftigen Führungspositionen in Politik und Wirtschaft vorzubereiten. Dazu gehört, dass wir junge Frauen gezielt durch Mentoring-Projekte schulen und an politische Mandate heranführen. Frauen müssen die Möglichkeit erhalten, ihre Potentiale in die politischen Entscheidungsprozesse einzubringen.

Frauennetzwerk

Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit betrifft auch den Ausbau und die Pflege unserer Frauennetzwerke. Wir suchen den regionalen, den nationalen wie internationalen Dialog mit Führungsfrauen aus allen Bereichen - aus Politik, den Medien, der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Kultur. Ebenso pflegen wir den Kontakt zu Frauenverbänden und Frauenarbeitsgemeinschaften anderer christlich-konservativer Parteien. Uns ist wichtig, dass diese Netzwerke nicht nur auf dem Papier stehen, sondern aktiv zur politischen Einflussnahme genutzt werden.

Unsere Themen

Wir verstehen Frauenpolitik als Querschnittsaufgabe, die sich in allen Politikfeldern abspielen muss: In der Familien- und Sozialpolitik ebenso wie in der Wirtschaftspolitik, Umweltpolitik bis hin zur Europa- und Außenpolitik. Daher wenden wir uns innerhalb der Verbände und Projektgruppen auch einem breiten Spektrum an Themen zu, wobei die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit in der Frauen-Union immer ein zentrales Thema darstellt.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!

Wir fordern, dass frauentypische Berufe besser entlohnt werden. Soziale Arbeit muss mehr wert sein!

Bestens ausgebildet, kommt Frauen im Erwerbsleben eine tragende Rolle zu - ob als Arbeitnehmerin, als Existenzgründerin, oder als Selbstständige. Mit einer Frauenerwerbsquote von 70 Prozent und mit einer Erwerbsquote von 42 Prozent bei Müttern mit Kindern unter drei Jahren liegt Bayern im Bundesvergleich weit vorne. Dennoch besteht nach wie vor eine Diskrepanz zwischen dem Bildungserfolg und dem beruflichen Erfolg von Frauen. Dieser spiegelt sich auch im Gehalt wider: So verdienen Frauen in Deutschland im Schnitt immer noch 22 Prozent weniger als Männer. Diese Diskrepanz hat vielerlei Ursachen (höhere Teilzeittätigkeit, geringere Aufstiegsmöglichkeiten, längere Familienzeiten) und weitreichende Konsequenzen, was die Alterssicherung von Frauen betrifft.

Die Frauen-Union Bayern setzt sich dafür ein, dass Frauen gleichen Lohn für gleiche Arbeit erhalten. Finanzielle Sicherung im Alter beginnt beim Gehalt.  

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Lohnschere

Vergleicht man das Einkommen von Männern und Frauen, so lassen sich gravierende Unterschiede feststellen. Im europäischen Vergleich nimmt Deutschland, mit einer Lohndiskrepanz von ca. 22 Prozent, einen hinteren Rang ein. Die Gründe für den Lohnunterschied sind verschiedentlich, wie etwa:   

- Wahl eines Ausbildungsberufes oder Studienfaches, der, bzw. das nicht ent-sprechend finanziell honoriert wird. - Eine überwiegende Beschäftigung in Sektoren mit geringerem Verdienst (sozialer oder Dienstleistungsbereich). 

- Kürzere Betriebszugehörigkeit aufgrund längerer familienbedingter Berufsunterbrechungen und verstärkter Teilzeitarbeit. - Eingeschränkte Aufstiegsmöglichkeiten aufgrund von Teilzeitarbeit

- Geringere Mobilität und seltenere Wechsel in der beruflichen Laufbahn wegen Rücksichtnahme auf die familiäre Situation.  

All diese Gründe tragen dazu bei, dass Frauen im Durchschnitt schlechter als Männer verdienen. Dies wirkt sich auch auf die Rente aus und führt zu einem für Frauen erhöhten Risiko der Altersarmut. Forderungen: Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und eines sich anbahnenden Fachkräftemangels wird es künftig verstärkt da-rum gehen, das weibliche Potenzial noch stärker zu nutzen und Leistung entsprechend zu honorieren. Dies setzt entsprechende Rah-menbedingungen voraus: Gleichen Lohn für gleiche Leistung.Bessere Entlohnung der „frauenspezifischen Berufe“.Eine qualifikationsangemessene Beschäftigung für Frauen.Die Schaffung familienfreundlicher Strukturen in Unternehmen („Bündnisse für Familien und Betriebe“). Eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten und des Arbeitsortes.Die Förderung des beruflichen Wiedereinstiegs von Frauen mit entsprechenden Programmen. Die Bereitschaft der Unternehmen mit Programmen Mütter und Väter auch in der Elternzeit im Unternehmen einzubinden. Eine Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen.  

Was tun, wenn häusliche Pflege droht?

Mehr zeitliche Flexibilität im Beruf und finanzielle Unterstützung bei der Pflege naher Angehöriger.

Bei kontinuierlich wachsenden Zahlen pflegebedürftiger Menschen stehen immer mehr Berufstätige vor der großen Herausforderung, die Pflege Angehöriger und die eigene Erwerbstätigkeit miteinander zu vereinbaren. Typischerweise übernehmen Frauen die Pflegeaufgaben in der Familie und sind daher am häufigsten von den damit verbundenen Mehrbelastungen betroffen. Auch deshalb hat sich die Frauen-Union für eine Reform für eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf stark gemacht. Mit Inkrafttreten des neuen Gesetzes am 1. Januar 2015 werden entlastende Rahmenbedingungen geschaffen, die insbesondere mehr zeitliche Flexibilität für pflegende Berufstätige einräumen.

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Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit

Unter anderem sehen die Neuregelungen einen Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit bei gleichzeitiger Arbeitszeitreduzierung auf 15 Wochenstunden vor sowie die Gewährung einer Lohnersatzleistung, ähnlich dem Kindergeld, wenn eine zehntägige Auszeit zur Organisation einer akut eingetretenen Pflegesituation auftritt. Daneben besteht während der Freistellungen auf Grund des Familienpflegezeitgesetzes bzw. des Pflegezeitgesetzes nun auch ein Anspruch auf ein zinsloses Darlehen zur besseren Absicherung des Lebensunterhalts. Gleichzeitig profitiert auch die Wirtschaft von den Neuregelungen, da Fachkräfte ihre Beschäftigungen nicht mehr für die Pflege Angehöriger aufgeben müssen.

Familien brauchen Ganztagsbetreuung!

Bis 2018 wird es für alle bayerischen Schüler bis 14 Jahren ein bedarfsgerechtes Ganztagsangebot geben.

Wir brauchen bedarfsgerechte Ganztagsangebote bereits ab dem ersten Schultag. Das Versprechen des Ministerpräsidenten, für jeden Schüler und jede Schülerin bis 14 Jahre ein bedarfsgerechtes Ganztagsangebot zu schaffen, muss schnell umgesetzt werden. Familie und Beruf zu vereinbaren, ist heute für viele Eltern immer noch besonders schwierig, wenn die Kinder in die Schule kommen und oftmals schon um 11:30 Uhr wieder zu Hause sind. Der zügige Ausbau der Ganztagsangebote in allen Schularten, beginnend bereits mit der Grundschule, wie er von der CSU-Landtagsfraktion im vergangenen Jahr beschlossen wurde, ist daher genau der richtige Schritt, um unsere Familien weiter zu unterstützen.

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Eckpunkte für das neue Ganztagskonzept für die Grundschule

Es ist vorgesehen, dass Kommunen, Schulen und Eltern die Möglichkeit erhalten, für die jeweilige Situation vor Ort das jeweils beste Modell zwischen Rhythmisierter Tagesschule, offener Ganztagsschule und  Halbtagsschule mit verbundenen Hortangeboten zu wählen, um örtliche Gegebenheiten zu berücksichtigen. Wir brauchen eine deutliche Verbesserung für alle Beteiligten, Schüler, Eltern und Lehrer.Gemeinsam mit der Projektgruppe `Ganztag´ der CSU-Landtagsfraktion und den kommunal Verantwortlichen werden Vorschläge zur Umsetzung der Ganztagsgarantie ab dem ersten Schultag erarbeitet.