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Region

In alten Büchern und Reiseführern findet man noch die Beschreibung der romantischen deutschen Stadt, mit mächtigen Stadtmauern, spitzen Türmen, schweren, eichenen Toren und gepflasterten Plätzen. Selten sind diese Städte geworden, häufig überbaut, dem Ideal der autogerechten Stadt zum Opfer gefallen. Ganz anders Berching. Bunte Häuser, ordentlich aneinander gereiht, kleine Kirchen, eine vollständig erhaltene Stadtmauer.

Im 8. Jahrhundert gab es eine Kapelle an einem Salzhandelsweg, dann bildete sich die heutige Vorstadt, später die jetzige Innenstadt, die ab 1465 mit einer Stadtmauer befestigt wurde. Seit dieser Zeit wurde die Struktur nicht mehr verändert. Die Händler kamen und gingen, manche blieben auch und hinterließen Spuren. Mächtige Speicherhäuser, 5 Stockwerke hoch, zeugen vom Reichtum an der Straße zwischen Nürnberg und Ingolstadt.

Christoph Willibald Gluck, der berühmte Opernreformator und Schöpfer von "Orpheus und Eurydike", der Überwinder der erstarrten Barockoper, hier wurde er 1714 geboren.

Im Jahre 1846 kam der Anschluss Berchings an Europa. König Ludwig I. schuf die erste Schiffsverbindung zwischen Main und Donau, Schwarzem Meer und Nordsee. Noch heute zeugen die stillen Wasser, die romantischen, moosbedeckten Schleusen von der ersten großen Zeit des Kanalbaus. Und fast 150 Jahre später wurde der Main-Donau-Kanal gebaut. Das bayrisch-europäische Renommee-Projekt hat Wasser, Leben und Schiffsverkehr nach Berching gebracht. Beide Kanäle ziehen heute die Radler an, die von Kelheim bis Bamberg auf autofreien und steigungsarmen Strecken fast 200 km zurücklegen können.


 
 
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