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FU macht sich für Frauen und Familien stark

Aus der Arbeit des Kreisverbands

Jugend und Familie waren immer schon wichtige politische Handlungsfelder bei der Frauen Union im Kreisverband Cham. Auch im letzten Jahr prägten sie die Arbeit der Frauen Union.

In ihrem Rückblick auf das Jahr 2010 informierte Kreisvorsitzende Barbara Haimerl ihre Vorstandschaft darüber, dass der Antrag des FU-Kreisverbands zur Musikalischen Früherziehung auch beim CSU-Parteitag Zustimmung gefunden hat. Darin forderten die Frauen die CSU-Landtagsfraktion auf, eine Lösung zu finden, mit der in Kindergärten auch künftig musikalische Früherziehung ohne teure Lizenzanträge für das Kopieren von Noten und Liedtexten durchführbar bleibt. Sollte kein Verzicht seitens der VG Musikedition erzielbar sein, ist ein Pauschalvertrag zwischen dem Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen und der Verwertungsgesellschaft anzustreben. Haimerl berichtete, dass hier der zuständige Staatssekretär MdL Markus Sackmann ebenfalls bereits aktiv ist, um eine gute Lösung herbeizuführen.

Seit vielen Jahren setzt sich die Frauen Union auch für mehr Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. Bei der Kinderbetreuung wurden mittlerweile große Fortschritte erzielt. Aber auch die Vereinbarkeit der Pflege von Angehörigen mit dem Erwerbsleben wird immer mehr ein wichtiges Thema. So war dieses Thema bereits Bestandteil des Wahlprogramms der Frauen Union für die Kommunalwahlen 2008. Die Frauen führten dazu unter anderem ein Gespräch mit Rudolf Paa vom Landratsamt Cham. Erfreut zeigte sich Kreisrätin Barbara Haimerl darüber, dass sich auch Landrat Franz Löffler dieses wichtigen Zukunftsthemas annimmt.

Aufgrund der demographischen Entwicklung wird es immer wichtiger, Maßnahmen zu ergreifen, um die Vereinbarkeit von häuslicher Pflege und Beruf zu verbessern. Hierzu gehören auch Tagespflegeplätze, insbesondere auch für an Demenz erkrankte Angehörige, so Haimerl. Die Kreisvorsitzende informierte auch über einen Antrag des Landesverbandes der Frauen Union, der beim Kleinen Parteitag der CSU zur Abstimmung stehen wird, mit dem das Familienpflegezeit-Modell von Bundesfamilienministerin Schröder unterstützt werden soll. Die Familienpflegezeit soll die Vereinbarkeit von häuslicher Pflege und Beruf verbessern. Dies entspricht einem grundlegenden Bedürfnis der Bevölkerung, da 65 % der Berufstätigen es für wünschenswert halten, dass Pflegebedürftige so weit wie möglich durch Angehörige gepflegt werden. Ein Großteil davon erklärte, dass man dazu die Arbeitszeit vorübergehend reduzieren müsse. Diesem Wunsch trägt das Familienpflegezeit-Modell von Ministerin Schröder Rechnung. Demnach soll jeder Arbeitnehmer einen Anspruch auf eine Familienpflegezeit von bis zu zwei Jahren erhalten, in dieser Zeit soll er seine Erwerbstätigkeit auf bis zu 50 % einer Vollzeittätigkeit reduzieren können. Mit Hilfe eines Rechtsanspruchs werden die Befürchtungen von Arbeitnehmern ausgeräumt, nach der Pflegezeit berufliche Nachteile zu haben. Während der Familienpflegezeit sollen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiterhin Rentenpunkte bekommen, um Altersarmut zu verhindern.
Die FU im Landkreis Cham wird auch 2011 an diesem Thema weiterarbeiten.

Die Frauen Union im Landkreis Cham begrüßt auch die geplante Gesetzesänderung, mit der Kinderlärm privilegiert werden soll. Haimerl berichtete von Fällen, in denen Kindertagesstätten geschlossen werden mussten oder Kinderspielplätze umgeplant werden mussten, weil sich Anwohner über den Kinderlärm beschwert hatten. Diese Beispiele machen aber auch deutlich, so Haimerl, dass die Politik die Rahmenbedingungen setzen kann, dass wir aber auch dringend ein Umdenken in der Gesellschaft brauchen, hin zu mehr Toleranz gegenüber spielenden Kindern und zu mehr Kinderfreundlichkeit. Das geplante Gesetz stellt sicher, dass Geräuscheinwirkungen, die von Kindertagesstätten, Spielplätzen oder vergleichbaren Einrichtungen durch Kinder hervorgerufen werden, keine schädliche Umwelteinwirkung sind.

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