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Hebammen an die Uni?

Oberpfälzer Frauen Union macht Schwangeren-Versorgung zum Thema

Sollen Hebammen künftig an Universitäten ausgebildet werden?

"Wir wollen ganz klar eine Akademisierung unseres Berufes", erklärte Astrid Giesen, die Vorsitzende des Bayerischen Hebammen-Landesverbandes bei einem Fachgespräch mit der Oberpfälzer Frauen Union in Regensburg. "In anderen EU-Ländern ist die Hebammen-Ausbildung längst Sache der Hochschulen", so Giesen weiter. Sie erhoffe sich von diesem Schritt auch eine bessere Bezahlung für die rund 3.000 Hebammen in Bayern.

Auf großes Interesse stieß der Vorstoß bei der Bezirksvorsitzenden der Oberpfälzer Frauen Union, Barbara Lanzinger. "Wir wollen den Beruf der Hebamme stärken und so auch die Versorgung der Schwangeren auf ein sicheres Fundament stellen", so Lanzinger. In ländlichen Gebieten seien viele kleine Geburtsabteilungen von der Schließung bedroht oder schon geschlossen worden.

"Wir wollen, dass die Frauen auch künftig frei entscheiden können, wo und wie sie ihr Kind auf die Welt bringen", stellte Dr. Susanne Plank, stellvertretende Bezirksvorsitzende klar.

80 Prozent aller Hebammen in Bayern arbeiten freiberuflich – mit allen Risiken und Bereitschaftszeiten, die nicht honoriert werden. Besondere Probleme bereiten den Hebammen die hohen Beiträge zur Haftpflichtversicherung; schließlich habe ein durch einen Geburtsfehler behindertes Kind Anspruch auf Millionenbeträge.

"Wir setzen uns dafür ein, dass Hebammen ihrer Verantwortung entsprechend honoriert werden", sicherte Barbara Lanzinger, unterstützt von den weiteren Diskussionsteilnehmerinnen Dr. Susanne Plank, Dr. Astrid Freudenstein und Jutta Richter zu. Den Trend zum Kaiserschnitt nimmt die FU-Bezirksvorsitzende und stellvertretende FU-Landesvorsitzende mit Sorge zur Kenntnis. Wörtlich sagte Lanzinger: "Ein Kaiserschnitt ist richtig, wenn er medizinisch notwendig ist. Er darf aber nicht zum Routineeingriff werden."

Beim Parteitag der CSU am kommenden Wochenende in Nürnberg wird der FU-Bezirksverband Oberpfalz entsprechende Positionen und Forderungen als Antrag einbringen.

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