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Frauenunion besucht Grafenauer Seniorenheim

Weinberger und Einrichtungsleiter Mück-Krell

Grafenau

Einmal hinter die Kulissen einer Senioreneinrichtung zu blicken und sich über die aktuellen Entwicklungen im stationären Pflegebereich zu informieren – dazu hatte die Frauenunion im Landkreis Freyung-Grafenau eingeladen.

Die Initiative zu diesem Informationsbesuch im Grafenauer Seniorenwohnen ging von der FU-Vorsitzenden Helga Weinberger aus. "Pflege ist ein immer wichtiger werdendes Thema – sowohl für jeden persönlich, als auch für die Politik. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich rechtzeitig und fundiert zu informieren" so Helga Weinberger in ihren Grußworten. Die Vorsitzende freute sich sehr, dass so viele Mitglieder der Frauenunion der Einladung gefolgt sind. Auch der Leiter des Seniorenwohnen Grafenau, Gerold Mück-Krell zeigte sich sehr erfreut, mehr als 20 Mitglieder der Frauenunion im Seniorenwohnen begrüßen zu dürfen und dankte Helga Weinberger, welche auch das Amt der zweiten Vorsitzenden des BRK-Kreisverbandes Freyung-Grafenau inne hat, für die Idee und die Organisation des Besuchs.

Zunächst gab Mück-Krell einen informativen Überblick über das erst im letzten Jahr eingeweihte neue Haus, welches nach den neuesten Standards erbaut sowie nach höchsten pflegefachlichen Qualitätsansprüchen betrieben wird und insgesamt 76 Bewohnerinnen und Bewohnern ein Zuhause bietet. Der Einrichtungsleiter ging auch auf die Frage ein, ob denn das Seniorenwohnen nun noch immer ein Haus des Bayerischen Roten Kreuzes sei. Mück-Krell antwortete, dass das Seniorenwohnen Grafenau natürlich nach wie vor ein Rot-Kreuz-Haus ist. Es änderte sich rein die Trägerschaft. War vorher der BRK-Kreisverband Freyung-Grafenau der Träger des Hauses, so ist es jetzt die Sozialservice-Gesellschaft des BRK – ein hundertprozentiges Tochterunternehmen des Bayerischen Roten Kreuzes.

Nach weiteren Informationen zu organisatorischen Abläufen im Seniorenwohnen Grafenau machten sich die Anwesenden zu einer Führung durch das Haus auf. Besonders angetan waren die Mitglieder der Frauenunion von der sehr persönlichen und liebevollen Atmosphäre der drei Wohnbereiche, die nach den Bergen Lusen (EG), Rachel (1. OG) sowie Arber (2. OG) benannt sind. Auch die großzügige, helle und freundliche architektonische Gestaltung des Hauses rund um den begrünten Innenhof beeindruckte die Anwesenden nachhaltig. Natürlich standen auch der Qualitätsstandard im Bereich der pflegerischen Versorgung der hier lebenden Senioren sowie die umfangreichen Betreuungs- und Beschäftigungsangebote für die Bewohnerinnen und Bewohner im Fokus des Interesses. Auch zu diesen zentralen Feldern einer modernen Einrichtung für Senioren konnte Mück-Krell den Anwesenden viele interessante Informationen und Eindrücke vermitteln und verwies darauf, dass man als erste Einrichtung im gesamten Landkreis Freyung-Grafenau mit dem grünen Haken für besondere Verbraucherfreundlichkeit ausgezeichnet wurde und darüber hinaus bei der Überprüfung der Einrichtung durch den medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK) die Bestnote 1,0 erhalten hat.

Und selbstverständlich wollten die Mitglieder der Frauenunion auch wissen, wie es denn mit der leiblichen Versorgung der Senioren aussieht. Dass das Seniorenwohnen Grafenau auch was diesen Bereich betrifft, den höchsten Ansprüchen gerecht werden möchte, davon konnten sich die Frauen im Anschluss an den Rundgang bei Kaffee und hausgemachten Rohrnudeln persönlich überzeugen.

Bei einem Besuch der Frauenunion in einem Seniorenheim kann natürlich die politische Dimension des Pflegebereichs nicht außen vor bleiben. Rege diskutierten die Anwesenden über die Zukunft der Pflege und vor allem der Finanzierung eines Heimaufenthaltes. "Können wir uns in Zukunft solche hochqualitativen Einrichtungen überhaupt noch leisten?" Lautete eine der Fragen aus der Runde. Hier bedarf es der rechtzeitigen Vorsorge, so der Einrichtungsleiter Mück-Krell und stellte darüber hinaus fest, dass die Politik die Rahmenbedingungen schaffen muss, damit private Vorsorge in Bezug auf die eigene oder die Pflegebedürftigkeit eines Angehörigen auch betrieben werden kann. Und auch die Gesellschaft als Ganzes muss sich die Fragen stellen, welchen Stellenwert die Betreuung von pflegebedürftigen Menschen hat. Denn ein Leben in Würde, Achtung, Respekt und Selbstbestimmung hört nicht mit dem Einzug in eine Senioreneinrichtung auf – im Gegenteil, so Mück-Krell.

Helga Weinberger dankte Herrn Mück-Krell für die interessante und sehr informative Zeit, die man im Seniorenwohnen Grafenau verbringen durfte, für die sehr zuvorkommende Bewirtung und für die angeregte Diskussion. Weinberger wünschte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und natürlich allen Bewohnerinnen und Bewohnern auch für die Zukunft so viel Erfolg wie im vergangen Jahr und stellte fest, dass alle die arbeiten und leben wirklich in besten Händen sind.

hw

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