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Nationaler Pakt für Frauen in MINT-Berufen

Landtag befürwortet Beitritt des Freistaats

MdL Reserl Sem

MdL Reserl Sem: "Wir können nicht länger auf die Talente von Frauen verzichten."

Einstimmig verabschiedete der Bayerische Landtag am 9.11.2011 einen von MdL Reserl Sem und der CSU-Landtagsfraktion eingebrachten Antrag, der die Bayerische Staatsregierung auffordert, dem nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen beizutreten und diese Initiative mit geeigneten Maßnahmen zu unterstützen. Der MINT-Pakt ist Bestandteil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung "Aufstieg durch Bildung" und wurde 2008 gegründet, um die Berufschancen für Frauen in den MINT-Feldern aufzuzeigen, junge Frauen für naturwissenschaftlich-technische Studiengänge zu begeistern und Hochschulabsolventinnen für Karrieren in technischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu gewinnen.

MdL Reserl Sem, stellvertretende Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion und Bezirksvorsitzende der Frauen Union Niederbayern, die den Antrag initiiert hat, erhofft sich vom Beitritt mehr Aufmerksamkeit für die Förderung von Frauen: "Wir geben damit ein deutliches Signal an die bayerische Wirtschaft und Wissenschaft, dass wir bei diesem wichtigen Thema in einer gemeinsamen Kraftanstrengung weiter vorankommen wollen." Der Freistaat engagiere sich seit Jahren intensiv für mehr Frauen im MINT-Bereich und könne sich mit vielen beispielhaften Aktionen in den MINT-Pakt einbringen. Der nationale Pakt ermögliche die Vernetzung mit den über 90 Partnern – darunter sechs Bundesländer, zahlreiche Universitäten, Hochschulen und Unternehmen - sowie einen intensiven Austausch über erfolgreiche Instrumente der Frauenförderung.

MdL Sem: "Viele junge Frauen erwerben in ihrer schulischen Laufbahn hervorragende Qualifikationen für technische und naturwissenschaftliche Berufe. Der Frauenanteil in Ausbildungs- und Studiengängen im MINT-Bereich ist aber trotz Fortschritten noch immer sehr niedrig. Wir können nicht länger auf die Talente von Frauen verzichten. Der Fachkräftemangel ist ohne Frauen nicht zu bewältigen." Nach einer aktuellen Prognose der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft würden bis 2030 1,1 Mio. Fachkräfte in Bayern fehlen. Die Erhöhung der Zahl von Frauen in technischen Berufen sei auch in finanzieller Hinsicht ein wichtiger Beitrag zur Gleichstellung, weil es sich um Berufsfelder mit attraktiven Verdienst- und Entwicklungsmöglichkeiten handle.

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