Die Ganztagesschule in Brunnthal wird nicht eingeführt
Im ersten Augenblick könnte man sich fragen, warum nicht? Wollen die Brunnthaler ihre Kinder nicht im größten Maße fördern? Bei genauerem Hinsehen muss man aber sprichwörtlich die "Kirche im Dorf lassen". Soll doch die Ganztagesschule gerade Kindern mit Migrationshintergrund oder mit deutlichen Bildungsbenachteiligungen zu Gute kommen und gerade diese mehr als in der Regelklasse möglich fördern. Nun fällt aber leicht auf, dass wir – Gott sei Dank – sehr wenige Kinder aus diesen Problemgruppen in unserer Brunnthaler Grundschule haben. Der eigentliche Sinn und Zweck einer Ganztagesschule liegt somit in unserer Gemeinde gar nicht vor. Folglich würden durch die Vorteile einer Ganztagesschule Kinder mit ähnlicher Bildungsstärke wie in der Regelklasse zusätzlich mit acht Schulstunden gefördert. Mehr noch – während die Eltern der Regelklasse für ihre Kinder sowohl Musik- und Sportunterricht als auch ggf. die Nachmittagsbetreuung bezahlen müssten, kämen auf die Eltern der Ganztagesklasse nur die Kosten des Mittagsessens zu. Eine dadurch entstehende Besserstellung der Kinder einer Ganztagesklasse gegenüber den anderen Kindern ist schwer zu rechtfertigen. Da keine Umstellung ohne zusätzliche Kosten einhergeht, würde das zudem noch den Gemeindehaushalt belasten. Dies ist aus der jetzigen Sicht nicht sinnvoll, da nicht notwendig.
Demnach war die Entscheidung des Gemeinderates nach Abwägung der Argumente eine folgerichtige. Es ist doch auch mal schön, zu sehen, dass man etwas nicht braucht. Es tut auch gut, festzustellen, dass es in unserer Gemeinde keine sozialen Brennpunkte und stark benachteiligte Kinder bzw. Familien gibt.
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