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"Jetzt red I"

Votum für Standorterhalt Kongresshaus

Bei unserer monatlichen Mitgliederversammlung, die diesmal unter dem Motto: "Jetzt red I’"  stand, haben wir uns auch mit der Standortfrage des Kongresshauses auseinandergesetzt. Unter der Moderation von Herrn Johannes Markus Christopeit, CSU Vorstandsmitglied Partenkirchen, wurden verschiedenste Aspekte diskutiert und erörtert. In einem Punkt waren sich die anwesenden Mitglieder einig: Das Kongresshaus soll am zentralsten Standort - dem Richard-Strauss-Platz – bestehen bleiben.

Die Einschätzung der Touristikfachleute, Ergebnisse von Perspektivengesprächen mit den Kongresskunden sowie die fachliche Standort-Untersuchung der DeGefest, die genau diesen Standort unmittelbar an der Fußgängerzone als ideal bewerten,  wird uneingeschränkt geteilt.

Die Kongressteilnehmer schätzen besonders die optimale Einbindung im Zentrum. Schnell können Einkäufe in Geschäften erledigt und Lokalitäten in den kurzen Pausen aufgesucht werden. Ein Standort an der Peripherie oder Eisstation wäre von diesem Gesichtspunkt aus nicht nur für die Kongressteilnehmer unattraktiv, sondern bedeutete auch ein Verlust an Kaufkraft für unsere Geschäftsleute.

Der Richard-Strauß-Platz und seine unmittelbare Umgebung ist für uns, und sicher auch für die meisten Bürgerinnen und Bürger von Garmisch-Partenkirchen DIE "gute Stube". Ob man sich z.B. zu Versammlungen, Konzerten, im kleinen Theater oder im U1 tritt, hier pulsiert das gemeindliche Leben.

Das Hotelprojekt "Bichlerhof", Kurpark und Kongresshaus sollte durchaus im Zusammenhang gesehen werden. Verträgt dieser Platz wirklich zwei große Hotels? Eine starke Einflussnahme des Hotelbetreibers auf das Kongressgeschäft ist genauso zu befürchten, wie auf Veranstaltungen auf dem Richard-Strauß-Platz oder im Kurpark. Wollen wir dies wirklich komplett aus der Hand geben?!

Herrn Hummel sind selbst 8.500 Quadratmeter zu wenig, deswegen habe er sich bereits angrenzende Flächen des "Bichlerhofs" von Privateigentümern notariell gesichert. 12.000 Quadratmeter bezeichnet der Investor als "absolutes Minimum.

Wir tragen Sorge, dass der Michael-Ende-Kurpark – der einzig verbliebenen grünen Lunge und Erholungsoase im Garmischer Zentrum – nach und nach zum Garten des Hotelkomplexes umfunktioniert werden wird.

Ebenso stellt sich die Frage nach dem Standorthalt der traditionsreichen Garmischer-Festwoche.

Was passiert, wenn die Gäste über Lärmbelästigungen klagen? Werden dann unsere Konzerte und Events tatsächlich weiter Bestand haben und kann das Kulturangebot – wie geplant – dort wirklich erweitert werden?

Bleibt die Frage Neubau oder Umbau des Kongresshauses? Überlegungen zeigen, dass fehlende Raumkapazitäten durch einen Gebäudekomplex auf dem bestehenden Parkplatz mit Tiefgarage durchaus gelöst werden könnten. In Anbetracht unserer desolaten Finanzlage  sollten gezielt Realisierungsmöglichkeiten eines Umbaus geprüft werden. Die Zuschüsse die man abschöpfen könnte betragen immerhin um die 70 Prozent!

Die örtliche Frauen-Union ist für eine stärkere  Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger. Bisher wurde überwiegend "nicht-öffentlich" getagt, warum?  Hier geht es schließlich um das Herzstück in Garmisch, der Weichenstellung unseres Filetsgrundstücks, um die Zukunft unserer Heimat! 

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