Die "Generation 50 Plus" und deren Vorsorge für ein selbstbestimmtes Leben stand im Mittelpunkt des Diskussionsabends. Organisiert von ihrer Stellvertreterin Claudia Krüger-Werner, konnte Kreisvorsitzende Christa Meier rund 60 Mitglieder und Gäste im Kurparkrestaurant begrüßen.
Schon heute sind mehr als 40 Mio. Bundesbürger über 50 Jahre alt, jeder fünfte ist älter als 60 Jahre. Der prozentuale Anteil liegt im Landkreis Garmisch-Partenkirchen bereits jetzt schon deutlich über dem Durchschnitt. Aber es sind alle Städte und Gemeinden vom Demographischen Wandel betroffen. Vor Ort werden die Veränderungen und ihre Auswirkungen konkret immer mehr spürbar sein.
"Unsere Kommunen sind gefordert, heute zu handeln und Veränderungen zu gestalten. Aber auch privat sollten, ja müssen wir vorsorgen", so Cl. Krüger-Werner. Sie hatte als Experten den:
Münchner Landtagsabgeordneten Joachim Unterländer, Stv. Vors. des Landtagsausschusses für Soziales, Familie und Arbeit – Sprecher der CSU Landtagsfraktion für Soziales Familie, Arbeit und Menschen mit Behinderung, unseren
Stimmkreisabgeordneter M. Bachhuber, sowie
Dipl Ing. Andreas Hainz – Architekt und Bausachverständigen, gewinnen können.
MdL M. Bachhuber meinte, eine Aufgabe sei es zu schauen, "wie man es schaffen kann, dass möglichst viele Leute in jenem Umfeld alt werden können, in dem sie sich jahrzehntelang wohl gefühlt haben."
Joachim Unterländer gab als Gastredner einen umfassenden Überblick zu den immer vielfältiger werdenden Betreuungsmöglichkeiten. Er sprach über ambulante Wohn- und Pflegeformen die es neben einem Leben im Heim gibt. Problematisch sei bei selbstbestimmten Projekten allerdings oft, die verschiedenen Kostenträger wie Krankenkassen, Pflege- und Rentenversicherung unter einen Hut zu bringen. Hier wolle die CSU beitragen, dass gute Rahmenbedingungen für die ambulante und stationäre Pflege geschaffen werden.
Architekt Hainz aus München stand für spezifische Fragen zum Thema Bauen. Er regte an, bereits im jüngeren Alter an später zu denken. Wer etwa vorhabe, sein Bad zu renovieren, solle es bereits möglichst früh barrierefrei umgestalten. Es gebe für bestimmte Umbauten auch erhebliche staatliche Zuschüsse. Bei den Landkreisen und Gemeinden könne man sich diesbezüglich ausführlich beraten lassen.
In der anschließenden Diskussionsrunde wurde durch die TeilnehmerInnen sehr deutlich, dass Sozialberufe nicht nur ein besseres Image brauchen sondern vor allem leistungsgerechter zu bezahlen sind.
Foto: Wolfgang Kaiser / Garmischer-Partenkirchner Tagblatt
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