Emilia Müller
"Frauen müssen ihr großes Potential, die emotionale Intelligenz und die große soziale Kompetenz und ihre speziellen Lebenserfahrungen in die Entscheidungsprozesse der Politik einbringen. Frauen und Macht sind keine gegensätzlichen Begriffe: Im Gegenteil, zunehmend gelangen Frauen in Machtpositionen und meistern diese bestens. Deshalb müssen Frauen stärker in politischen Führungsgremien aller Parlamente vertreten sein."
(Emilia Müller, Rede 13.5.2005)
Als Emilia Müller im Juli 2005 zur neuen Vorsitzenden gewählt wurde, erklärte sie, dass es auch zukünftig die Aufgabe der Frauen-Union sein müsse, das Frauennetzwerk in der CSU zu stärken und zu erweitern. Zielsetzung sei es, Frauen in Führungspositionen zu unterstützen und den Anteil an weiblichen Abgeordneten zu erhöhen. Neben klassischen Schwerpunktthemen, wie etwa Familie oder Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wird daher zunehmend auch der besondere Stellenwert von Frauennetzwerken herausgestellt. Frauen sollen sich besser verzahnen, sowohl auf politischer Ebene (innerhalb von CSU/CDU, auf europäischer und internationaler Ebene) als auch mit Frauen aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien. Die neue Vorsitzende mahnte an, Netzwerke nicht nur "als Oase zum Auftanken" zu sehen, sondern "als politisch wirksames Machtinstrument" zu nutzen.
Im Zuge der vorgezogenen Bundestagswahl im Herbst 2005 trat für Deutschland abermals eine historische Wende ein: Zum ersten Mal wurde mit Angela Merkel eine Frau an die politische Spitze Deutschlands gewählt. Für Männer wie für Frauen hatte dies eine starke Signalwirkung, die sich nicht zuletzt darin widerspiegelte, dass das Wort "Bundeskanzlerin" 2005 zum Wort des Jahres gekürt wurde. In einer beinahe 60-jährigen Geschichte der Frauen-Union waren Frauen in den Landtag, den Bundestag und in das Europäische Parlament eingezogen. Nun hat eine Frau die bedeutendste Machtposition in Deutschland inne. Nicht zuletzt wurde dies ermöglicht durch die kontinuierliche, politische Arbeit von christlich-konservativ geprägten Frauen, die seit Ende des Zweiten Weltkriegs für die Rechte von Frauen in Gesellschaft und Politik eintraten.
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