Besuch bei der niederbayerischen Frauenstimme in Berlin

 
Für MdB Gudrun Zollner der Höhepunkt des Jahres: Wenn sie alljährlich 50 Frauen aus ganz Niederbayern in der Bundeshauptstadt empfangen und ihnen „ihr“ Berlin zeigen kann. Das obligatorische Erinnerungsfoto auf der Kuppel des Reichstages gehört dazu. (Foto: Bundesregierung/Dragan Film)

CSU-Bundestagsabgeordnete Gudrun Zollner empfängt 50 Frauen aus ganz Niederbayern im politischen Berlin


Sie gehört für die niederbayerische CSU-Bundestagsabgeordnete Gudrun Zollner zu den Höhepunkten eines jeden Jahres: Ihre einmal jährlich stattfindende Frauenfahrt nach Berlin. Dann lädt die Frauen- und Familienpolitikerin 50 Frauen aus ganz Niederbayern in die Bundeshauptstadt ein, um ihnen „ihr“ politisches Berlin zu zeigen. „Ich möchte die Stimme der niederbayerischen Frauen in Berlin sein“, so Gudrun Zollner.

Die diesjährige Frauenfahrt zu Beginn der Sommerferien stand natürlich ganz im Zeichen der Bundestagswahl im September. Gudrun Zollner stellte ihren Gästen deshalb ausführlich das Wahlsystem vor: Die Erststimme für den örtlichen Wahlkreiskandidaten ebenso wie die sehr wichtige Zweitstimme, weil sie allein darüber entscheide, wie viel Prozent der Sitze eine Partei im nächsten Bundestag erhalte.

Sie warnte daher eindringlich davor, mit der Zweitstimme zu experimentieren oder gar „Wunschkoalitionen“ herbei wählen zu wollen. „Beide Stimmen gehören der CSU, denn nur mit einem starken Ergebnis können wir für Bayern und Deutschland eine gute Politik machen“, so Zollner. Allerdings habe speziell die Zweitstimme für Frauen noch eine weitere besondere Bedeutung: Mit ihr kämen nämlich viele weibliche Abgeordnete in den Bundestag. „Mit der Zweitstimme wählen Sie mich, auch wenn Sie mich namentlich nicht auf der Liste finden“.

Eine ganze Reihe von für Frauen bedeutenden Gesetzen konnten in der zu Ende gehenden Legislaturperiode umgesetzt werden: erste Stufe der Mütterrente, Frauenquote in Aufsichtsräten, Entgelttransparenzgesetz, Ausbau der Kinderbetreuung, ElterngeldPlus, Reformierung des Mutterschutzes, erweiterter Unterhaltsvorschuss, Reform des Sexualstrafrechts, Prostitutionsschutzgesetz, Verbot der Vollverschleierung im öffentlichen Dienst, Erhöhung der Vergütung für Hebammen, Verbot von Kinderehen, mehr Schutz für Stalkingopfer oder die Pflegestärkungsgesetze. Und mit der zweiten Stufe der Mütterrente, drei Punkte für alle Mütter, gehe die CSU in ihrem Bayernplan mit einer Forderung nach Schließung dieser Gerechtigkeitslücke in den Wahlkampf. Abgerundet wurde der Besuchstag im Bundestag mit einer Führung durch den Plenarsaal samt Vortrag sowie dem obligatorischen Foto an der Kuppel des Reichstagsgebäudes.

Weitere Höhepunkte der Frauenfahrt waren Besuche im Bundeskanzleramt und im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. In der Regierungszentrale beeindruckte natürlich der große Kabinettstisch, den die Niederbayerinnen bis dahin nur aus dem Fernsehen kannten. Eine äußerst rege Diskussion gab es im Verkehrsministerium: Man merkte deutlich, wie sehr den Damen der Breitbandausbau und die Versorgung mit schnellem Internet auf den Nägel brannte. Die Referentin von Minister Alexander Dobrindt legte sich mächtig ins Zeug, um alle Fragen und Erlebnisberichte beantworten bzw. mit Zahlen untermauern zu können.

Neben Politik gehören zu einer Berlinfahrt auch Geschichte und Sehenswürdigkeiten: So wurde die Dauerausstellung im „Tränenpalast“ ebenso besucht wie das Brandenburger Tor mit der Multimediaschau „The Gate“ und das Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“. Die meisten „Aahs“ und „Oohs“ gab es aber „oben“ und „unten“: beim Essen auf dem Berliner Fernsehturm und einer launigen Schifffahrt auf der Spree bei milden Temperaturen.

Die Frauen aus Niederbayern traten schließlich nach vier Tagen die Rückfahrt an – versehen mit einer großen Menge an politischen Informationen und Hintergrundwissen sowie dem festen Vorsatz, am 24. September wählen zu gehen.